Holzkessel
Naturzugverbrennung mit mechanischer Zugregelung, E.S.T.-System für die Installation mit geschlossenem Ausdehnungsgefäß. Zwei Leistungen: 29 und 40 kW.

Sphera 29

Sphera 40
Naturzugverbrennung, mechanische Regelung
Die Sphera-Kessel arbeiten mit Naturzugverbrennung: Die Primärluft wird von einem mechanischen Zugregler gesteuert, der auf die Temperatur des Kesselkörpers reagiert. Erwärmt sich das Wasser, schließt der Regler; kühlt es ab, öffnet er wieder.
Es gibt keine Steuerelektronik, die die Verbrennung regelt, und keine Fühler, die kalibriert werden müssen. Die Regelung ist unabhängig vom Strom – bei einem Holzgerät in einem abgelegenen Haus oder bei häufigen Stromausfällen kein Detail.
Das ist eine bewusste Konstruktionsentscheidung: Weniger Bauteile bedeuten weniger mögliche Defekte und ein Gerät, das weiterarbeitet, wenn andere stillstehen.
Warum sich Holz lohnt
Der wirtschaftliche Vorteil liegt im Brennstoff: Holz hat die niedrigsten Kosten pro kWh unter den allgemein verfügbaren Energieträgern, und der Abstand zu Gas und Heizöl hat sich in den letzten Jahren vergrößert.
Bei hohem Wärmebedarf – ein großes Haus, ein schlecht gedämmtes Gebäude, ein Gewerbebetrieb – ist die Differenz bei den jährlichen Heizkosten der Hauptgrund, sich für einen Holzkessel statt für einen Pellet- oder Gaskessel zu entscheiden.
Wer direkten Zugang zu Holz hat – einen Wald, ein Grundstück, einen lokalen Lieferanten –, profitiert am meisten, da die Brennstoffkosten noch weiter sinken.
Warmwasser im Durchlaufprinzip, ohne Speicher
Beide Modelle erzeugen Warmwasser im Durchlaufprinzip über eine Rohrschlange, die im Wasserbad des Kesselkörpers liegt.
Ein separater Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher ist nicht nötig: Das Wasser wird beim Durchfließen der Rohrschlange erwärmt – genau dann, wenn Sie den Wasserhahn öffnen.
Für die Anlage bedeutet das eine Komponente weniger, die installiert, angeschlossen und gewartet werden muss.
E.S.T., Installation mit geschlossenem Ausdehnungsgefäß
Herkömmliche Holzkessel erfordern ein offenes Ausdehnungsgefäß, das am höchsten Punkt der Anlage – in der Regel auf dem Dachboden – mit eigener Sicherheitsleitung installiert werden muss. Bei einer Sanierung ist das eine ernste Komplikation und manchmal ein unlösbares Problem.
E.S.T. — Evolution System Technology beseitigt diese Einschränkung. Das Ausdehnungsgefäß ist in das Gerät integriert: Der Kessel wird wie ein moderner Wärmeerzeuger mit geschlossenem Ausdehnungsgefäß installiert und arbeitet im Kesselkörper drucklos.
Das System nutzt Wärmetauscher aus Edelstahl, die in den Kesselkörper eingetaucht sind. Eine Ablaufleitung lässt das Wasser im Siedefall austreten, mit automatischer Nachspeisung.
In der Praxis: kein Ausdehnungsgefäß auf dem Dachboden, keine Sicherheitsleitung quer durchs Haus und eine Anlage, die mit der vorhandenen Installation des Gebäudes kompatibel ist.
29 oder 40 kW
Die beiden Modelle sind in Aufbau und Funktionsweise identisch: Nur die Leistung unterscheidet sich.
Sphera 29 für Wohnhäuser üblicher Größe. Sphera 40 für größere oder schlecht gedämmte Gebäude oder für einen Bedarf, der mehrere Einheiten umfasst.
Die Dimensionierung erfolgt nach dem Wärmebedarf des Gebäudes, nicht nach Augenmaß: Der Planer oder Installateur berechnet sie unter Berücksichtigung von Volumen, Dämmung, Klimazone und Heizflächen.
Bei einem Holzkessel wiegt eine Überdimensionierung doppelt: Er arbeitet nicht nur weniger effizient, sondern muss auch häufiger nachgelegt werden als nötig.
Was Sie für die Installation brauchen
Ein Schornstein gemäß UNI 10683, passend für das Gerät dimensioniert und mit ausreichendem Zug – bei einem Kessel mit Naturzugverbrennung ist der Schornsteinzug Teil der Funktion, kein Detail.
Ein Heizraum mit Platz für das Gerät und die Wartungsabstände.
Der Anschluss an die Hydraulik der bestehenden Anlage. Mit dem E.S.T.-System erfolgt die Installation mit geschlossenem Ausdehnungsgefäß.
Ein Lagerplatz für das Holz, trocken und in Kesselnähe: Die Beschickung erfolgt manuell, und ein gut erreichbares Lager erleichtert die tägliche Nutzung.
Häufige Fragen
Braucht der Kessel Strom, um zu funktionieren?
Die Regelung der Primärluft ist mechanisch und stromunabhängig: Der Zugregler arbeitet nach der Temperatur des Kesselkörpers. Für die übrigen Komponenten der Anlage, etwa die Umwälzpumpe, ist eine Stromversorgung jedoch weiterhin erforderlich.
Erzeugt er Warmwasser?
Ja, im Durchlaufprinzip über eine Rohrschlange im Wasserbad des Kesselkörpers. Ein separater Warmwasser- oder Pufferspeicher ist nicht nötig.
Ist ein offenes Ausdehnungsgefäß erforderlich?
Nein. Das E.S.T.-System integriert das Ausdehnungsgefäß in das Gerät und ermöglicht die Installation mit geschlossenem Ausdehnungsgefäß – ohne Gefäß auf dem Dachboden und ohne die zugehörige Sicherheitsleitung.
Was ist der Unterschied zu einem Pelletkessel?
Holz ist günstiger als Pellets, muss aber von Hand nachgelegt werden: Ein Pelletkessel versorgt sich selbst aus einem Vorratsbehälter oder Silo, ein Holzkessel wird manuell beschickt. Die Wahl hängt davon ab, wie stark die Brennstoffersparnis gegenüber dem Komfort ins Gewicht fällt. Pelletkessel ansehen.
Wie oft muss nachgelegt werden?
Das hängt von der benötigten Leistung, der Holzart und den klimatischen Bedingungen ab. Die Beschickung erfolgt manuell, daher wird in Phasen mit Dauerbetrieb häufiger nachgelegt.
Wie viel Wartung ist nötig?
Regelmäßige Reinigung des Feuerraums, der Rauchgaszüge und der Aschelade, Reinigung des Schornsteins sowie die jährliche Wartung durch einen zugelassenen Fachbetrieb.
